Bäuerliches Leben im Mittelalter: Schriftquellen und by Siegfried Epperlein

By Siegfried Epperlein

Dieses Buch über die mittelalterliche Lebenswelt der Bauern ist Quellenwerk und Darstellung zugleich. Der Leser erfährt, wie die Bauern mit Naturkatastrophen, Hungersnöten und Seuchen umgingen. Die Bestellung des Feldes, Ernte und Weinanbau sowie die Leistung von Abgaben und Frondiensten prägten den Rhythmus des Jahres. Schädlinge galt es zu bekämpfen und Tierkrankheiten zu verhindern. Auch Trinken, Raufen, Beleidigen und Tanzen gehörten zum Lebensalltag. Die Quellentexte dokumentieren, wie eine Bauernhochzeit gefeiert wurde und worin die Werte bäuerlicher Ehe und Familie bestanden. Im Alltag spielten auch Sorgen um die Gesundheit eine Rolle.Neben Annalen, Chroniken oder Urkunden lässt Epperlein auch Fabeln, Sprüche, Schwänke und Volkslieder sprechen. Aus Bußbüchern und Segenssprüchen leitet er ab, wie die Bauern sich selbst sowie Natur und Gesellschaft wahrnahmen. Ergänzend zu den Schriftquellen, die alle übersetzt sind, wird eine Vielzahl zeitgenössischer Bildzeugnisse präsentiert und kommentiert.

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Annales Mosellani, S. 498. Diese nicht genau lokalisierbaren Jahrbücher beschreiben mehrfach Ereignisse in der Gegend an der oberen Mosel. 4. Wälder fallen - Sümpfe werden entwässert - Dörfer entstehen In alter Zeit waren weite Gebiete Mitteleuropas eine riesige Wildnis. Daher mußten, bevor bäuerliche Wirtschaften angelegt, Häuser gebaut, Felder bestellt und Dörfer gegründet werden konnten, Wälder gerodet, Sümpfe trockengelegt und Küstenstreifen eingedeicht werden. Die Schaffung und darauffolgende Erweiterung landwirtschaftlicher Nutzflächen forderte dem Bauern im Mittelalter härteste Arbeit ab, die er mit einfachen Produktionsinstrumenten bewältigen mußte.

Saturn, ein Stern von sehr kalter Natur In diesem Jahre gab es eine große Hungersnot. Denn der Saturn, einer der 7 Planeten, ein Stern von sehr kalter Natur, der in diesem Jahr am äußersten Rande des Sternbilds Widder stand, hatte die vorhergehenden 7 oder 8 Jahre unfruchtbar und das Land nahezu unempfänglich gemacht, so daß es nur in wärmeren und fruchtbareren Landstrichen seinen Bestellern geringe Ernteerträge und spärliche Weide brachte. In dieser unfruchtbaren Zeit sind fast in allen Ländern zahllose Menschen an Hunger gestorben; die übrigen haben ihr Leben mit Kräutern, Pflanzenwurzeln und auch mit dem Verzehr von Baumrinde kläglich gefristet.

Diese nicht genau lokalisierbaren Jahrbücher beschreiben mehrfach Ereignisse in der Gegend an der oberen Mosel. 4. Wälder fallen - Sümpfe werden entwässert - Dörfer entstehen In alter Zeit waren weite Gebiete Mitteleuropas eine riesige Wildnis. Daher mußten, bevor bäuerliche Wirtschaften angelegt, Häuser gebaut, Felder bestellt und Dörfer gegründet werden konnten, Wälder gerodet, Sümpfe trockengelegt und Küstenstreifen eingedeicht werden. Die Schaffung und darauffolgende Erweiterung landwirtschaftlicher Nutzflächen forderte dem Bauern im Mittelalter härteste Arbeit ab, die er mit einfachen Produktionsinstrumenten bewältigen mußte.

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